GEW-Studie 2007: Ergebnisse
Wie schätzen ErzieherInnen das Studienangebot von Anbietern wie dem Pädagogischen Kolleg Rostock ein? Anfang des Jahres 2007 führte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) eine Studie durch, zu der an Kindertagesstätten umfangreiche Fragebögen zur beruflichen Situation und Arbeitszufriedenheit verschickt wurden. Mehr als 2.000 ErzieherInnen beteiligten sich an der Befragung.
61,5 Prozent von ihnen halten das bildungspolitische Ziel der akademischen Aufwertung der Erzieherausbildung für wichtig. Betrachtet man das Schulbildungsniveau der Befragten, so fällt im Übrigen der hohe Anteil der ErzieherInnen mit Hochschulzugangsberechtigung auf: 40 Prozent haben die Fachhochschulreife oder die allgemeine, bzw. fachgebundene Hochschulreife erworben.
Bei den Schulbildungsabschlüssen zeigt sich ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen dem Alter der ErzieherInnen und ihrem Schulbildungsniveau: Je jünger die ErzieherInnen, desto höher der Anteil derer, welche die Hochschulzugangsberechtigung erworben haben.
Die Hälfte der ErzieherInnen im Alter von unter 30 Jahren haben eine Fachhochschulreife oder Hochschulreife erlangt. Den mit Abstand stärksten Einfluss darauf, ob Fachkräfte mit Hochschulausbildung eingestellt werden, hat bisher der Arbeitsbereich, in dem sie tätig sind. So finden sich hochschulausgebildete Fachkräfte am häufigsten unter den freigestellten Einrichtungsleitungen: Rund 20 Prozent des Personals in diesem Arbeitsbereich hat eine einschlägige Hochschulausbildung absolviert.
ErzieherInnen über ihren Beruf
Kirsten Fuchs-Rechlin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik im Forschungsverbund DJI/Universität Dortmund: »Die Resonanz zeigt, dass es ihnen wichtig ist, die positiven Seiten ihres Berufs hervorzuheben. Erzieherinnen und Erzieher können sich über vergleichsweise sichere Arbeitsverhältnisse freuen. Dass ihnen ihre Arbeit Spaß macht, lässt sich nicht zuletzt daran festmachen, dass sie sich durch die Beziehungsarbeit mit den Kindern kaum belastet fühlen. Auch den Kontakt zu den Eltern erleben sie als wenig stressig.
In den meisten Fällen wird auch das Arbeitsklima in den Kindertagesstätten als gut beurteilt, es helfe, die Arbeitsaufgaben zu bewältigen: Man könne sich auf Kollegen und Leitung verlassen und unterstütze sich gegenseitig, äußern die Befragten. Positiv bewerten sie auch, dass sie sich ausreichend über alle wichtigen Geschehnisse in ihrer Einrichtung informiert fühlen und an der Gestaltung des Arbeitsalltags sowie der Konzeption mitwirken können. Ihre Arbeit sei vielseitig und fordere sie mit ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten, sie könnten selbstständig arbeiten und hätten Einfluss auf die Arbeitszuteilung.«

